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KinoQuébec
Nachdem bereits Ende September mit Pierre Falardeau ein großer Filmemacher aus Québec verstarb, hat Québec und die Filmwelt nun zwei Monate später erneut Grund zur Trauer: Am 28. November verstarb der Québecker Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Gilles Carles (* 31. Juli 1928 in Maniwaki, Québec) im Alter von 81 Jahren an medizinischen Komplikationen im Zusammenhang mit seiner Parkinson-Krankheit. Gilles Carles wurde vor allem durch seine überaus erfolgreiche Québecker Familiensaga “Les Plouffe” (1981, ‘Die Plouffes’) – basierend auf dem Roman von Roger Lemelin – und den Film “La Vraie Nature de Bernadette” (1972, ‘Die wahre Natur von Bernadette’) bekannt. Zuvor hatte er bereits mit dem für das National Filmboard of Canada produzierten “La Vie heureuse de Léopold Z.” (1965, ‘Das glückliche Leben des Léopold Z.’) auf sich aufmerksam gemacht. Carles prägte neben Michel Brault, Gilles Groulx und einigen anderen Filmemachern maßgeblich das cinéma direct mit, eine Anfang der 1960er-Jahre aufkommende neue Art des realistischen Dokumentarfilms, welche stark auf Handkamera und einen möglichst direkten Zugang zur gefilmten Umwelt setzte. Ein wunderbares Beispiel dafür ist Gilles Carles bezaubernder Kurzfilm “Patinoire” (etwa: Eislauffläche), den es
Neben den Französischen Filmtagen Tübingen-Stuttgart gibt es mit den
Seit 1981 findet in München jährlich das Internationale Festival der Filmhochschulen statt, bei dem Studenten-Filme von Filmhochschulen aus aller Welt vertreten sind. Es gilt als eines der bedeutendsten Nachwuchs-Filmfestivals weltweit. In diesem Jahr gibt es dort wieder einen Film aus Québec zu sehen, den Kurzfilm
Neben einem neuen Buch über Robert Lepage (siehe letzten Artikel bei KinoQuébec) darf sich das deutsche Publikum auch über Lepages neues Stück
Fragt man nach dem weltweit bekanntesten Filmemacher aus Québec, so wird man wohl meistens Denys Arcand (“Der Untergang des amerikanischen Imperiums”, “Jesus von Montreal”, “Die Invasion der Barbaren”) als Antwort zu hören bekommen. Stellt man die Frage allerdings nicht nach dem bekanntesten Filmemacher, sondern nach dem bekanntesten Künstler im Allgemeinen, so fällt in der Regel der Name Robert Lepage. Dies hat der 1957 in Québec Stadt geborene Lepage zwar hauptsächlich seinem innovativen und vielfältigen Wirken im Theaterbereich zu verdanken, seine fünf Spielfilme “Le Confessionnal – Das Geheimnis der Beichte” (1995), “Le Polygraphe” (1996), “Nô” (1998), “Possible Worlds” (2000) und “Die andere Seite des Mondes” (2003) sollten darüber hinaus allerdings nicht vergessen werden. Während es in englischer und französischer Sprache bereits eine ordentliche Anzahl an Büchern zu Lepage gibt (“The Theatricality of Robert Lepage” und “The Cinema of Robert Lepage: The poetics of memory” von Aleksandar Dundjerovic oder “Theater sans frontieres: Essays on the dramatic universe of Robert Lepage” von Joseph I. Donohoe und Jane M. Koustas), war im deutschsprachigen Bereich bislang nur die Arbeiten der Mainzer Theaterwissenschaftlerin Julia Pfahl “Québec inszenieren – Identität, Alterität und Multikulturalität als Paradigmen im Theater von Robert Lepage” sowie Birgit Walkenhorsts “Intermedialität und Wahrnehmung – Untersuchungen zur Regiearbeit von John Jesurun und Robert Lepage” verfügbar.
Bei den
Québecs vielleicht politischster und kontroversester Filmemacher ist tot. Pierre Falardeau starb am Freitag, den 25. September 2009 im Alter von 62 Jahren an Krebs in Montréal. Falardeau war ein passionierter Anhänger der Unabhängigkeit Québecs und vertrat seine Meinung deutlich und vehement in der Öffentlichkeit. Dies machte ihn für die einen zu einer Reizfigur, für die anderen aber auch zu einem bewundernswerten Kämpfer mit klarem Profil. Seine mitunter radikale und polemisch-populistische Art sorgte nicht selten für hitzige Debatten in den Medien. Er war das enfant terrible der Québecker Filmszene. Auf seiner
Nachdem Benoît Pilons Erfolgsfilm “Ce qu’il faut pour vivre” diesen Sommer bereits beim Filmfest München zum ersten Mal in Deutschland lief, feiert der Film nun im Rahmen einer Veranstaltung der Organisation
Wie in diesem Jahr schon Benoît Pilons “Ce qu’il faut pour vivre” (
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